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Zehn Betten für elf Gäste

Ein Wirt hatte in seinem Gasthause zehn Betten für die Einkehrenden zur Verfügung. Als eines Tages elf Personen gleichzeitig Unterkunft verlangten, jede aber ein Bett für sich allein haben wollte, erklärte der Wirt, es sei ihm unmöglich, die Gäste unter der gestellten Bedingung beherbergen zu können. Da erbot sich ein findiger Geschäftsreisender, den Beweis anzutreten, dass bei geschickter Verteilung auch die elfte Person untergebracht und jeder Gast ein Bett für sich allein bekommen könne
Er legte zehn Streichhölzer auf den Tisch, die die Betten darstellten, und verteilte auf diese die Gäste, die er mit Münzen markierte. Das erste Bett belegte er zunächst mit zwei Gästen, der dritte Gast kam in das zweite Bett, der vierte Gast in das dritte Bett usw.; der zehnte Gast bekam demzufolge das neunte Bett angewiesen. Dann holte der Pfiffikus den einen der beiden Gäste aus dem ersten Bett und überwies ihm als elftem Gast das zehnte Bett. Es lag also in jedem Bett jetzt nur einer!

Der Wirt erklärte sich mit der augenscheinlichen Beweisführung einverstanden und freute sich im Stillen des geschäftlichen Vorteils, der ihm in Zukunft aus der besseren Ausnutzung der zehn Betten erwachsen werde.

Erklärung:
Der Reisende hatte den Wirt mit einem Trugschluss düpiert, der bei der wirklichen Belegung der zehn Betten mit den elf Gästen zutage kommen musste. Der elfte Gast im zehnten Bett war einer von zehn (nicht elf) Gästen. Bei richtiger Verteilung musste er Bett 1 bekommen. Man wird sich leicht überzeugen können, dass auch andere Leute als der Wirt durch den Trugschluss sich täuschen lassen.

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